WWWW vom 8.3.2009: Mädchen scheuen Risiken, weil wir es ihnen sagen

Älteste Hinweise auf Pferdezucht entdeckt
Bereits vor etwa 5.500 Jahren dienten Pferde dem Menschen als Nutztiere. Darauf deuten Ausgrabungen in Nordkasachstan hin. Vertreter der sogenannten Bontai-Kultur nutzten Zügel und tranken Pferdemilch, schließen britische Wissenschaftler aus den entdeckten Fußknochen und Gebissen von Pferden und aus Pferdemilch-Rückständen in Keramiken. Es sind die bisher ältesten Hinweise auf Pferdehaltung durch Menschen. Bislang war unklar, wo die als Entwicklungsschritt des Menschen sehr bedeutsame Zähmung von Pferden erstmals stattfand.

Tödliche Arbeitsunfälle auf historischem Tiefstand
2007 starben in Deutschland so wenig Beschäftigte durch Unfälle bei der Arbeit wie je zuvor. Insgesamt ereigneten sich 812 tödliche Arbeitsunfälle. Zugleich stieg die Anzahl der Beschäftigten auf rund 39, 7 Millionen. Damit geht auch ein leichter Anstieg der meldepflichtigen Arbeitsunfälle auf rund 1,1 Millionen (1.055.797) einher. Die Unfallquote je 1000 Vollarbeiter sank jedoch auf fast 28,1.
http://www.baua.de/suga

Anerzogen, nicht angeboren: Warum Frauen weniger risikobereit sind als Männer
Erziehung und gesellschaftliche Prägung tragen entscheidend dazu bei, dass Frauen Risiken und Wettbewerbssituationen eher scheuen als Männer. Das geht aus zwei aktuellen Studien britischer Wissenschaftler hervor, die das Bonner Institut zur Zukunft der Arbeit (IZA) veröffentlicht hat. In einem breit angelegten Verhaltensexperiment fanden die Ökonomen heraus, dass Schülerinnen reiner Mädchenschulen im Durchschnitt ebenso risikobereit sind wie Jungen.

Wohnungsnot ändert Fortpflanzungsverhalten bei Blaumeisen

Bei erhöhtem Konkurrenzkampf um seltene Nistplätze investieren weibliche Blaumeisen mehr in ihre Brut. Sie verbringen mehr Zeit mit der Jungenfütterung und produzieren mehr männliche Nachkommen in ihren Gelegen. Dies haben die Verhaltensökologen Alain Jacot, Mihai Valcu and Bart Kempenaers vom Max-Planck-Institut für Ornithologie in Seewiesen in einer Langzeitstudie herausgefunden.
http://www.orn.mpg.de

Neue Wege bei der Zucht von Kulturpflanzen
Effiziente Pflanzenzucht, ohne transgenes Saatgut als Endprodukt – dieses Ziel verfolgt ein internationales Forscherkonsortium unter Koordination des KIT-Botanikers ProfessorHolger Puchta. Die Wissenschaftler wollen für das “RECBREED”-Programm erstmals neueste Erkenntnisse über=den Austausch von Erbinformaten einsetzen. Die EU fördert das im März gestartete Vorhaben aus Mitteln des siebten Forschungsrahmenprogramms vier Jahre lang mit insgesamt drei Millionen Euro.
http://www.kit.edu

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