WWWW vom 12.April 2009: Das Erbe unserer Gene

Wie mächtig ist das Erbe unserer Gene? Das mögen sich vor allem Menschen fragen, die eine genetische Prädisposition für bestimmte Krankheiten wie Herz-Kreislauf- oder Stoffwechselerkrankungen haben. Bis vor wenigen Jahren hätten selbst gewiefte Genetiker noch keine Antwort auf diese Fragen geben können. Doch mit dem Fortschreiten der Molekularbiologie hat sich der Wissenschaftszweig der Epigenetik enorm weiter entwickelt. Wie und warum auch unsere Lebensweise und Umwelt darüber entscheiden, ob Gene aktiv werden oder nicht, erläutert die Humangenetikerin Prof. Anna Starzinski-Powitz in der aktuelle Ausgabe von “Forschung Frankfurt”.

Internetforen werden auch von depressiv Erkrankten zunehmend intensiv und parallel zur professionellen Behandlung genutzt. Das zeigt eine Studie der Universität Leipzig zur Nutzungsweise von Selbsthilfeangeboten im Internet.

Arthrose z.B. der Hüfte oder im Knie entsteht, wenn Knorpel in den Gelenken schwindet. Doch offenbar hat unser Körper für diesen Fall sogar Reparaturvorgänge in der Hinterhand. Forscher aus der Universitätsmedizin Göttingen haben jetzt einen solchen möglichen Reparatur-Weg entdeckt: Im Knorpelgewebe von Patienten mit späten Stadien der Kniegelenks-Arthrose fanden sie eine bisher unbekannte Population von stammzellartigen Vorläuferzellen.

Kohlenstoff-Nanoröhren wecken einerseits Hoffnungen auf innovative Anwendungen von der Technik bis hin zur Medizin und versprechen damit auch ein erhebliches wirtschaftliches Potenzial. Andererseits muss noch viel genauer erforscht werden, inwiefern sie Umwelt und Gesundheit belasten könnten.

Schmelzendes Eis an den Polen, ein ansteigender Meeresspiegel, schwere Unwetter: Die Zeichen für den Klimawandel werden deutlicher. Biologen des Kieler Leibniz-Instituts für Meereswissenschaften (IFM-GEOMAR) haben nun nachgewiesen, dass das Plankton bei einer Erwärmung der Ozeane deutlich weniger CO2 aufnimmt und dadurch möglicherweise selbst Einfluss auf den Klimawandel nehmen könnte.

One thought on “WWWW vom 12.April 2009: Das Erbe unserer Gene”

  1. Im Podcast ist das Thema Blütezeitpunkt und Klimawandel angesprochen. Hierzu gibt es eine Studie, die 2006 im Magazin Global Change Biology von Menzel et al veröffentlicht wurde: “European phenological response to climate change matches the warming pattern”.

    Es handelt sich dabei um eine internationale Metaanalyse von Phänologischen Studien und die Forscher stellen fest, dass sich die phänologischen Jahreszeiten um 2,5 Tage pro Jahrzehnt nach vorne verschieben. Daneben überprüfen die Wissenschaftler auch, ob der sog. Publication Bias (“erfolgreiche” Studien werden eher veröffentlicht) schuld an diesem Ergebnis isz und vernein dies.

    Spiegel Artikel zum Thema

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