WWWW vom 3.5.2009: Fisch hilft bei der Erforschung von Alterungsprozessen

Fisch

Forscher am Fritz-Lipmann-Institut Jena etablieren mit Nothobranchius furzeri neuen Modellorganismus zur Erforschung von Alterungsprozessen
Fadenwürmer, Hefepilze und Fruchtfliegen gehören zu den wichtigsten Modellorganismen in der biologischen Altersforschung. Sie geben Aufschluss darüber, welche physiologischen Prozesse und molekularbiologischen Bedingungen Alterungsprozesse beschleunigen oder aufhalten. Diese Altersforschungsmodelle bekommen jetzt Konkurrenz durch einen schmucken Neuling in der Branche: den Prachtgrundkärpfling Nothobranchius furzeri.

Prionkrankheiten wie die Creutzfeldt-Jakob-Krankheit treten beim Menschen meist spontan auf und sind gekennzeichnet durch Ablagerungen einer fehlerhaft gefalteten Form (PrPSc) des zellulären Prionproteins (PrPC). Was die fehlerhafte Proteinfaltung auslösen kann, war bisher weitgehend unbekannt. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Biochemie und der LMU München konnten nun zeigen, dass eine Oxidation im Inneren von PrPC den Startschuss für die fatale Umstrukturierung geben kann. Weitere Infos

Hologramme dienen zur Speicherung großer Datenmengen oder zur dreidimensionalen Darstellung. Ein Hologramm erzeugt eine beliebige Lichtwelle, indem es einer einfallenden Lichtwelle entweder eine definierte Phase aufprägt oder deren Helligkeit, die Amplitude, verändert. Freiburger Forscher vom Fraunhofer-Institut für Physikalische Messtechnik IPM haben nun in Zusammenarbeit mit dem Rowland Institute der Harvard University erstmals ein Verfahren entwickelt, mit dem in einem Hologramm gleichzeitig Phase und Amplitude eingestellt werden können.

Die Bleibelastung der Luft regt die Bildung von Eisteilchen in den Wolken an. Ein Team von Wissenschaftlern aus den USA, Deutschland und der Schweiz hat herausgefunden, dass bleihaltige Partikel sehr gute Keime für die Entstehung von Eiskristallen in Wolken sind. Das wirkt sich nicht nur auf die Bildung von Regen und Niederschlägen aus, sondern möglicherweise auf das gesamte Erdklima. Denn die Wärmestrahlung der Erde wird von Eiswolken (Zirrus) mit bleihaltigen Partikeln stärker in den Weltraum abgegeben, als bisher angenommen. Im Vergleich zu bleiarmen Wolken kühlen bleireiche Wolken also die Erde.

Weibchen einer australischen Eidechsenart werfen sich auf den Rücken, um Männchen abzuwimmeln. Das haben Wissenschaftler beobachtet, als sie bei Agamen am Lake Eyre in Australien den Hormonspiegel zur Paarungszeit untersuchten. Devi Stuart-Fox und ihre Kollegen von der Universität Melbourne stießen auf das ungewöhnliche Manöver der Weibchen, aufdringliche Männchen loszuwerden, als sie den Einfluss von Testosteron und Progesteron auf die Färbung und das Verhalten der Reptilien erforschten. (wissenschaft.de)

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