WWWW vom 31.5.2009: Wissenschaftsnachrichten

Am Fraunhofer IGB wurde eine Kompositmembran entwickelt, die dank anorganischer Nanopartikel so gut wie kein Ethanol durchlässt. Damit ist die Voraussetzung für eine leistungsfähige Direkt-Ethanol-Brennstoffzelle geschaffen.

In der Tigray-Region in Nord-Äthiopien sind in den vergangenen Jahren mehr als 300 Menschen an einer rätselhaften Vergiftung gestorben. Dank der Hilfe eines Pharmazeuten der Universität Bonn ist es inzwischen gelungen, den Verursacher zu identifizieren: Es handelt es sich um eine Pflanze, deren Inhaltstoffe die Leber nachhaltig schädigen können. In Deutschland ist momentan eine verwandte Art auf dem Vormarsch, das so genannte Jakobskreuzkraut. Es soll hierzulande für den Tod etlicher Pferde verantwortlich sein.

Für das Jahr 2008 sind dem Robert Koch-Institut insgesamt 2.806 HIV-Neudiagnosen gemeldet worden. Gegenüber dem Jahr 2007 (2.774 Neudiagnosen) bedeutet dies keine nennenswerte Veränderung. “Die nach wie vor hohe Zahl zeigt, dass Prävention und Forschung weiterhin wichtig sind”, meint Jörg Hacker, Präsident des RKI. Allerdings gibt es regional abweichende Entwicklungen. Der neue Jahresbericht mit umfangreichen Daten zu HIV-Infektionen und AIDS-Erkrankungen ist im Epidemiologischen Bulletin 21/2009 veröffentlicht worden und auf den RKI-Internetseiten abrufbar (http://www.rki.de).

In vielen asiatischen Kampfkünsten gehört es traditionell zum Training dazu, sich Schmerzen zuzufügen, um auf Dauer gegen Schmerzen abgehärtet zu sein. Wissenschaftler der Klinik für Neurologie des Universitätsklinikums Münster haben jetzt experimentell untersucht, wie sich dieses sogenannte Abhärtungstraining auf die Schmerzempfindung auswirkt. In einer Pilotstudie befragten sie dazu über 100 Sportler in Deutschland, die asiatische Kampfkünste ausüben.

Eine sehr ungewöhnliche Medikamentennebenwirkung hat einem Krebspatienten aus Singapur Probleme bei der Einreise in die USA bereitet: Einer der Wirkstoffe, mit denen er behandelt wird, hat seine Fingerabdrücke verschwinden lassen. via Wissenschaft.de

Am Fraunhofer IGB wurde ein Trocknungsverfahren entwickelt, das mit überhitztem Dampf anstatt mit Heißluft trocknet. Kartoffelchips, Katzenfutter oder mineralische Rohstoffe lassen sich so wesentlich schneller, schonender und mit geringerem Energieeinsatz trocknen als bisher.

Bereits seit einigen Jahren forschen Wissenschaftlerteams in Europa und den USA an Brain-Computer Interface (BCI) Systemen, die einen direkten Dialog zwischen Mensch und Maschine ermöglichen sollen. Beim Berliner BCI Projekt (BBCI) realisieren Forscherinnen und Forscher der TU Berlin in Kooperation mit der Charité Berlin eine Schnittstelle zwischen Gehirn und Computer sowohl für gesunde Anwender als auch für Gelähmte.

2 thoughts on “WWWW vom 31.5.2009: Wissenschaftsnachrichten”

  1. Inhaltlich habe ich natürlich nix auszusetzen, interessant wie immer. Bei der mp3-Datei ist der Schluss mit der vorletzten (?) Folge identisch (die Pinguine, die ein halbes Jahr im Wasser bleiben), wie passiert denn das im digitalen Zeitalter? Ich kenne so etwas eigentlich vom Tonband 🙂

  2. Upsala, ich fürchte ich hatte übersehen beim Schneiden, dass da noch was hintendran hing.. ich überschreibe nämlich immer die letzte Datei .. also gar nicht so viel anders als beim Tonband. Sorry dafür!

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