WWWW vom 5.7.2009: Planetenlupen, Energiesparen bei Robotern, Fabrik in Second Life

“Planeten-Lupe” erlaubt detaillierten Blick auf Sternoberfläche
Auf der Oberfläche eines rund 300 Lichtjahre entfernten Sterns gibt es dunkle Flecken ganz ähnlich wie auf unserer Sonne. Das zeigen Beobachtungen von Astronomen aus Hamburg und Tautenburg mit dem Satellitenteleskop CoRoT, einer französisch-europäischen Weltraummission. Der hoch auflösende Blick auf die Oberfläche des Sterns namens CoRoT-2a ist nur möglich, weil er von einem Planeten umkreist wird, berichten die Forscher in einem demnächst im Fachblatt “Astronomy and Astrophysics” erscheinenden Artikel.
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Im Rahmen des Forschungsprojekts “Energieeffiziente Robotersysteme” (EneRo) wurden am Fraunhofer IPA der Energiebedarf von Robotersystemen untersucht, um Einflussfaktoren zu identifizieren und Optimierungspotenziale abzuleiten. Die Ergebnisse wurden vom 1.-3. Juli zum 50- jährigen Institutsjubiläum an einer Demonstratorzelle des Fraunhofer IPA präsentiert.
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Die an der Universität Leipzig entwickelte neue Operationsmethode, die totale mesometriale Resektion (TMMR), ermöglicht eine sichere und schonendere Behandlung des Gebärmutterhalskrebses, dem sog. Zervixkarzinom. Grundlage dafür sind Erkenntnisse Leipziger Gynäkologen und Gynäkopathologen zur Ausbreitung des Tumors entsprechend seiner embryonalen Herkunft. Studien zeigen, dass die neue Behandlung nicht nur schonender ist, sondern auch keine nachfolgende Strahlentherapie mehr erfordert. Diese innovative Operationstechnik wurde kürzlich im renommierten Wissensjournal “The Lancet Oncology” (Titel: “Resection of the embryologically defined uterovaginal (Müllerian) compartment and pelvic control in patients with cervical cancer: a prospective analysis”; Early Online Publication, 1.6.2009) veröffentlicht und mit einem Bericht in den BBC News gewürdigt.
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Second Life Fabrik
Das eigene Fahrzeug selbst produzieren, die Industrieroboter entsprechend programmieren, Einzelteile lackieren, transportieren und zusammenbauen – das können Interessierte nun in einer Fabrik auf der Internetplattform “Second Life”. In der “Gläsernen Manufaktur” (factory of eMotions) können Autointeressierte zuschauen, wie Fahrzeuge Teil für Teil zusammengeschraubt werden. In einer neuen Fabrik, die Forscher des Fraunhofer-Instituts für Produktionstechnik und Automatisierung IPA nun aufgebaut haben, kann man sogar Hand anlegen – und sein vierrädriges Motorrad, einen Quad, selbst produzieren. Förderbänder dürfen eingeschaltet, Industrieroboter programmiert und der Rahmen lackiert werden. Anschließend kann man mit dem fertigen Fahrzeug aus der Fabrikhalle brausen – kostenfrei. Denn die Fabrik befindet sich nicht in der realen Welt, sondern auf der Internet-Plattform “Second Life”. Mit einer virtuellen Figur, einem “Avatar”, können sich Interessierte durch die virtuelle Welt bewegen.
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Viren können den Weinbauern um seine Ernte bringen: Befallen sie die Weinreben, helfen oft sogar Pestizide nichts mehr. Zudem sind diese Chemikalien umweltschädlich. Forscher züchten nun Pflanzen, die Antikörper gegen die Viren produzieren und somit resistent sind.
Ein guter Wein muss reifen. Doch der Weg zum Fass ist lang. Schon vor der Lese haben die Weinreben Hindernisse aller Art zu überwinden: Zu heiße oder zu regenreiche Perioden können ganze Ernten vernichten. Dazu kommen allerlei Schädlinge: Neben Ungeziefer wie der Reblaus oder Kräuselmilbe machen dem Wein auch Pilze wie der Mehltau oder Viren wie das “Grapevine fanleave virus”, kurz GFLV, zu schaffen. Dieses Virus infiziert die Weinrebe und löst die Reisigkrankheit aus. Deformierte und stark vergilbte Blätter, kleinere Trauben und Ernteverluste sind die Folgen.

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Lange galten Batterien als sperrig und schwer. Ganz anders eine neuartige Batterie: Sie ist dünner als einen Millimeter und leichter als ein Gramm. Und: Sie lässt sich kostengünstig herstellen – in einem Druckverfahren.

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