WWWW vom 9.8.2009: Unmotivierte Fußballer

Martin Jakobus und Ingo Schock, Studenten der Medieninformatik an der Hochschule der Medien (HdM) in Stuttgart, haben eine neue Musiksuchmaschine entwickelt: SEMSIX. Damit kann jeder Musikliebhaber Videoplattformen im Netz nach Liedern durchsuchen. SEMSIX erkennt die Treffer, ordnet sie den Einträgen einer Musikdatenbank zu und stellt sie übersichtlich dar. Die erste SEMSIX-Version kann unter www.semsix.com kostenlos herunter geladen werden.

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Mehrere astronomische Experimente haben in jüngster Zeit mysteriöse Komponenten von Elementarteilchen im Universum gemessen. Doch der Ursprung der Elektronen und Positronen blieb bislang im Dunkeln. Ist wirklich, wie einige Physiker spekulieren, dunkle Materie die Ursache für diese Strahlung? Ein internationales Astrophysikerteam um die Bochumer Juniorprofessorin Dr. Julia Becker und den Dortmunder Physiker Prof. Dr. Dr. Wolfgang Rhode haben jetzt eine einfache Erklärung gefunden: Gigantische Sterne, mindestens fünfzehnmal so schwer wie unsere Sonne, senden bei ihrem Tod in einer finalen Explosion die Elementarteilchen aus.
Der auf Basis dieser Theorie berechnete Fluss an Elektronen und Positronen stimmt mit dem in den astronomischen Experimenten beobachteten und bislang rätselhaften Signal überein.

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Forscher der Charité – Universitätsmedizin Berlin konnten in einer Studie jetzt erstmals zeigen, dass das Immunstimulans GM-CSF ein Versagen von bestimmten Immunzellen bei Patienten mit einer schweren Blutvergiftung beseitigen kann. GM-CSF ist eine Substanz, welche das Immunsystem aktiviert und stärkt. Das Team um Prof. Hans-Dieter Volk und Dr. Christian Meisel vom Institut für Medizinische Immunologie, und Dr. Jörg Christian Schefold von der Medizinischen Klinik für Nephrologie und internistische Intensivmedizin, berichtet in der aktuellen Ausgabe des American Journal of Respiratory and Critical Care Medicine*, wie ihnen dieser Wirkungsnachweis gelungen ist.

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Kunden wünschen frische Lebensmittel, die weder unreif noch verdorben sind. Ein neues System könnte die Sicherheit und die Qualität von Nahrungsmitteln zuverlässig, schnell und kostengünstig überprüfen. Ein Beispiel: der Reifegrad von Ananas.
Beim Kauf einer Ananas steht der Kunde oft ratlos vor dem Supermarkt-Regal: Welche ist schon reif? Isst man die Frucht sofort, ist sie oft noch nicht süß genug, liegt sie zu lange, bekommt sie faulige Stellen. Laboruntersuchungen sind für solche Fragestellungen zu langsam und zu kostenintensiv.

Künftig könnten Großlieferanten Abhilfe schaffen: Ein neuartiges System erkennt anhand von flüchtigen Komponenten, wann die Ananas reif ist und an den Supermarkt ausgeliefert werden kann.

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Der Traum der Ingenieure von selbstheilenden Oberflächen rückt ein Stück näher in die Realität: Forscher haben eine galvanische Schicht hergestellt, in der nanometerkleine Kapseln stecken. Wird die Schicht verletzt, geben die Kapseln Flüssigkeit frei und reparieren den Kratzer.
Die menschliche Haut ist ein Phänomen: Kleine Kratzer und Schnitte heilen schnell ab, schon nach wenigen Tagen ist nichts mehr von der Schramme zu erkennen. Anders bei Werkstoffen, etwa Metallen: Hat die galvanische Schicht, die Metalle vor Korrosion schützt, einen Kratzer, ist der Rostschutz dahin. Ingenieure arbeiten daran, den Selbstheilungseffekt der Haut auf Werkstoffe zu übertragen. Die Idee, die dahinter steckt: In die galvanische Schicht sollen flüssigkeitsgefüllte Kügelchen mit eingebracht werden – gleichmäßig verteilt wie Rosinen in einem Kuchen

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Fußballer, deren Nominierung für die Nationalelf unsicher ist, sind in den Monaten vor einer Welt- oder Europameisterschaft deutlich einsatzfreudiger als bereits sicher nominierte Spieler. Letztere lassen sogar in ihrer spielerischen Leistung nach. Die Chance, im Nationalkader zu spielen, motiviert besonders jüngere Fußballer zu erhöhter Leistung. Das belegt eine aktuelle Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW). In ihr wurden mit Daten aus der deutschen Fußball-Bundesliga die Leistungsanreize von Nominierungswettbewerben untersucht..

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Der in vielen Produkten zur Insektenabwehr verwendete Wirkstoff DEET kann nervenschädigend wirken – vor allem im Zusammenspiel mit bestimmten anderen Substanzen. Das haben französische Forscher bei Untersuchungen mit Zellkulturen nachgewiesen. DEET hemme etwa ein Enzym, das Botenstoffe im Gehirn abbaue, die sogenannte Cholinesterase, schreiben die Wissenschaftler im Fachjournal «BMC Biology» (online vorab).

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