WWWW vom 16.8.2009: Neue Forschungen bei Hautkrebs und Kleinwuchs

Wie sehen wir

Ohne Aufmerksamkeit ist es uns allen nicht möglich, mit der Umwelt zu interagieren. Speziell beim Sehen ist Aufmerksamkeit absolut notwendig, um Sinneseindrücke sinnvoll zu verarbeiten und am Ende des Verarbeitungsprozesses Personen oder Objekte wahrzunehmen. Obwohl Aufmerksamkeit ein grundlegender Mechanismus der Informationsverarbeitung im Gehirn ist und Aufmerksamkeitsstörungen bei vielen neurologischen und psychiatrischen Erkrankungen große Probleme für die Patienten nach sich ziehen, sind die neuronalen Mechanismen von Aufmerksamkeit – insbesondere in der frühen Verarbeitung von Seheindrücken – bislang nur unzureichend verstanden.

Neue Hautkrebs-Therapie im Mausversuch erfolgreich

Eine neue Kombinationstherapie kann augenscheinlich sogar gegen weit fortgeschrittenen Hautkrebs Erstaunliches ausrichten – zumindest in Mäusen. Das zeigt eine aktuelle Studie der Universität Bonn, die in der Zeitschrift Cancer Research erschienen ist (doi:10.1158/0008-5472.CAN-09-0579). Die Forscher konnten selbst schwerkranke Tiere erfolgreich behandeln: Sowohl die Primär-Tumoren in der Haut als auch die Metastasen verschwanden vollständig.

Herstellung einheitlicher, unilamellarer Vesikel mit Mikrofluidik

In Kosmetika schleusen Lipid-Vesikel, auch Liposomen genannt, Wirkstoffe effektiv durch die Haut. Sie werden aber auch verwendet, um pharmazeutische Wirkstoffe einzukapseln und am vorgesehenen Wirkungsort freizusetzen. In der Technik nutzt man sie als winzige biochemische Reaktoren, und für die Forschung dienen sie als Modelle für Biomembranen und Zellen. Ein Team um Shoji Takeuchi von der Universität Tokio (Japan) hat nun eine einfache, sehr effiziente Methode zur Herstellung von Vesikeln entwickelt. Wie es in der Zeitschrift Angewandte Chemie berichtet, basiert sie auf einer mikrofluidischen T-Verzweigung.

Warum Kinder nicht mehr wachsen

Neuer Mechanismus gefunden: Veränderungen von Gen-Regulatoren stark an Wachstumsstörung beteiligt / Veröffentlichung in “Journal of Medical Genetics”
Heidelberger Wissenschaftler haben einen neuen genetischen Mechanismus bei der Entwicklung von Kleinwuchs entdeckt. Nicht nur ein bestimmtes Gen mit dem Namen SHOX, sondern seine regulierenden Gene spielen dabei eine wichtige Rolle. Bei den Regulator-Genen handelt es sich um Abschnitte des Erbmaterials auf dem X- oder Y-Chromosom, die das SHOX-Gen regulieren, d.h. bestimmen, wie häufig es abgeschrieben und damit wirksam wird. In vielen Fällen reicht bereits die Veränderung einer Regulatorsequenz des SHOX-Gens aus, um das volle Krankheitsbild entstehen zu lassen.

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