WWWW vom 13.9.2009: Letzte Sendung vor der Sommerpause

Bitte alle bei der Podcastumfrage mitmachen!!!!!

In eigener Sache: Ich mach Urlaub, deswegen gibt es in den nächsten zwei Wochen keinen neuen Podcast!

Themen in dieser Sendung:

Stammzellen heilen alte Knochen

Grundlagenforscher suchen nach Wegen, die Knochenheilung bei älteren Menschen zu verbessern. Stammzellen aus dem Knochenmark, deren regenerative Fähigkeiten im Labor verbessert werden, könnten ein Schlüssel zum Erfolg sein. Experten stellen anlässlich des Deutschen Kongresses für Orthopädie und Unfallchirurgie ihre Ergebnisse vor.
Komplexe Knochenbrüche und Knochendefekte lassen sich nicht einfach kleben, nieten oder auf eine andere Art reparieren. Die unterschiedlichen Behandlungsformen von Orthopäden und Unfallchirurgen – vom Marknagel bis zur Osteosynthese – können nur mechanisch stabilisieren. Die Heilung muss der Knochen selbst erledigen. Bei jungen Menschen gelingt dies innerhalb weniger Wochen. Im Alter jedoch und insbesondere bei zusätzlichen Begleiterkrankungen lassen die Knochenheilungskräfte nach.

Kohlmeisen essen Fledermäuse

Not macht erfinderisch: Bei geschlossener Schneedecke fressen Kohlmeisen Zwergfledermäuse, die sich im Winterschlaf befinden. Diese bemerkenswerte neu erlente Verhaltensweise haben Forscher vom Max-Planck-Institut für Ornithologie in Seewiesen zusammen mit Kollegen in einer Höhle in Ungarn beobachtet. Boten die Forscher alternatives Futter an, fraßen die Kohlmeisen dies und flogen kaum mehr in die Höhle.

Gen-Gerste verändert Bodenpilze nicht

Die nützlichen Mykorrhiza-Bodenpilze werden durch genetisch veränderte Gerste nicht beeinträchtigt – das ist das erste Ergebnis eines Projekts der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) zur Erforschung der biologischen Sicherheit gentechnisch veränderter Nutzpflanzen im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

Saurer Regen kaum noch ein Thema, Stickstoff aber schon

Der Einsatz von Anlagen zur Rauchgasentschwefelung und von Katalysatoren zur Bekämpfung des “Sauren Regens” hat Wirkung gezeigt. Mit Messdaten aus drei Buchenwäldern in Göttingen, im Solling und bei Kassel können Göttinger Wissenschaftler belegen, dass seit den 1990er Jahren die Schwefelbelastung dieser Böden um 80 Prozent zurückgegangen ist. Während das Kalkgestein im Göttinger Wald heute insgesamt wenig beeinträchtigt ist, hat jedoch die Säure, die vor allem bis zu den 90er Jahren im Buntsandstein des Solling gespeichert wurde, diesen Waldboden nachhaltig gestört.

Bausteine aus dem Klärwerk

Das Institut für Umwelttechnik und Management an der Universität Witten/Herdecke (www.uni-wh-utm.de) entwickelt einen neuartigen Baustein “EcoBrick”. Er soll mit Energie und Reststoffen aus der Abwasserklärung hergestellt werden. Dadurch spart er bei der Herstellung mehr als 50 % Energie und 10 % Rohstoffe gegenüber konventionellen Bausteinen. Gleichzeitig sinken die Wärmeverluste gegenüber Kalksandsein oder Ziegelstein um mehr als 20 %.

Auge erkennt näher kommende Objekte

Wenn eine Maus einen Raubvogel entdeckt, muss sie schnell reagieren und die Flucht ergreifen. Dabei erkennt sie zunächst, dass sich ein Objekt annähert. Der Wahrnehmungsprozess beginnt im Auge, genauer gesagt in der Netzhaut oder Retina. Doch was passiert dort genau? Dr. Thomas Münch vom Werner Reichardt-Centrum für Integrative Neurowissenschaften (CIN) der Universität Tübingen hat in Zusammenarbeit mit Prof. Rava Azeredo da Silveira von der Ecole Normale Supérieure in Paris, Dr. Botond Roska und weiteren Wissenschaftlern vom Friedrich-Miescher-Institut in Basel sowie der kanadischen Dalhousie University in der Mausretina einen Nervenzelltyp entdeckt, der auf Annäherung spezialisiert ist.

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