WWWW vom 20.12.2009: Warum Jugendliche traurig sind

Wer es sehen möchte, ich war im ZDF heute journal, weil ich einem Videoaufruf gefolgt bin!

Die Themen heute:

Blick in die Zukunft am Meeresboden

Papua Neuguinea ist eine Insel, die durch Prozesse im Erdinnern Zentimeter für Zentimeter auseinander gerissen wird. Dazwischen entsteht – in geologisch kurzer Zeit – ein neuer Ozean, in dieser Form weltweit einzigartig. Geologen des IFM-GEOMAR, Kiel haben jetzt ein wichtiges Stück des Meeresbodens vor Neuguinea erstmals hochauflösend kartiert und beprobt: Möglich wurde dies Dank des hochmodernen autonomen Unterwasserfahrzeugs ABYSS.

Links:
http://Woodlark Projekt – www.ifm-geomar.de/index.php?id=woodlark Woodlark
http://AUV ABYSS – www.ifm-geomar.de/index.php?id=auv AUV ABYSS

Blick in die Vergangenheit am Himmel

Der gesamte Himmel schimmert im Infrarotlicht. Wissenschaftler aus dem Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik haben nun mit ihren Kollegen aus anderen Institutionen diese schwache kosmische Strahlung in einzelne Quellen aufgelöst – offenbar ferne Galaxien. Dabei werteten die Forscher erste Beobachtungen mit dem PACS-Instrument an Bord des europäischen Weltraumteleskops Herschel aus. Diese Ergebnisse versprechen ein besseres Verständnis von der Entwicklung der Milchstraßensysteme.

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Blick in Fitnesstudios

Weit mehr als eine Millionen Freizeitsportler in Deutschland begehen Medikamentenmissbrauch, um ihre Fitness zu steigern oder ihre Körperoptik aufzupolieren. Davon geht der Sportwissenschaftler Mischa Kläber vom Institut für Sportwissenschaften der TU Darmstadt aus, der in seiner Studie erstmals zeigt, dass Fitnessstudios und Sportvereine oft regelrechte Verschiebebahnhöfe für Dopingmittel sind.

Blick ins Inner unseres Körpers

Kieler Wissenschaftler haben in Kooperation mit Kollegen des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf und der Technischen Universität Dänemark in Lyngby ein neues Verfahren entwickelt, um die Anhaftungsmechanismen von Bakterien an Wirtszellen zu untersuchen. Dadurch lassen sich wichtige Rückschlüsse auf die Verbreitung von bakteriellen Infektionen und die Wirksamkeit von Medikamenten ziehen.
In der Zeitschrift Chemical Communications der Royal Society of Chemistry veröffentlichten Doktorandin Mirja Hartmann und Professorin Thisbe Lindhorst, beide Otto Diels-Institut für Organische Chemie der Christian-Albrechts-Universität, eine neue Methode, die den molekularen Mechanismen beim ‘Andocken’ von Bakterien an menschliche Zellen auf den Grund geht.
Bakterien
Auf der künstlichen Zuckeroberfläche (unten) werden zwei Bakterienarten aufgebracht. Links ein Bakterium, dessen Fimbrien mit Biotin markiert sind. Dieses Biotin geht eine Verbindung mit einem speziellen Protein ein, das durch Grünfärbung sichtbar gemacht werden kann. Rechts ein Bakterium, dessen Struktur so verändert wurde, dass es fluoresziert.
Copyright: Mirja Hartmann, Quelle: www.rsc.org

Blick in die Psyche von Jugendlichen

Heranwachsende haben nicht nur häufiger Stimmungstiefs im Vergleich zu Erwachsenen, sie versuchen auch öfter, negative Gefühle zu erhalten oder zu verstärken. Mit zunehmendem Alter scheint sich dieses Muster umzukehren. Insbesondere Menschen über 60 Jahren fühlen sich im Alltag emotional nicht nur häufig wohler als Jüngere, sondern neigen auch häufiger dazu, ihre positiven Gefühle aufrecht zu erhalten und negative Gefühle, wie zum Beispiel Ärger, dämpfen zu wollen. Diese als kontra- bzw. pro-hedonisch bezeichneten Verhaltensmuster beobachteten Wissenschaftler des Berliner Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung und des Sozioökonomischen Panels.

Die Studie im einzelnen

3 thoughts on “WWWW vom 20.12.2009: Warum Jugendliche traurig sind”

  1. Hier ein paar Anmerkungen zur Frage nach der Tragfähigkeit von Walgesängen:
    Es ist richtig, dass generell Schall in tiefen Frequenzen weiter trägt, denn der Energieverlust bei der Ausbreitung ist niedriger als bei hohen Frequenzen. Die These, dass die sinkenden Frequenzen der Walgesänge damit zu tun haben, dass geringere Entfernungen zu überbrücken sind, kann dennoch richtig sein. Denn stimmliche Äußerungen werden mit steigender Tonhöhe tendenziell lauter. Das kann jeder selbst erfahren, der tiefe und hohe Töne singt. (Die Ursache dafür liegt möglicherweise in der größeren Spannung der Stimmlippen bei hohen Frequenzen und dem daraus resultierenden höheren Kraftaufwand.) Daraus ergibt sich eine mögliche Erklärung für die Walgesänge: Wenn die Wale nicht mehr so große Entfernungen überbrücken müssen, rufen sie leiser und damit unwillkürlich auf niedrigeren Tonhöhen.
    Beste Grüße, Jochen Stolla

  2. “Heranwachsende haben nicht nur häufiger Stimmungstiefs im Vergleich zu Erwachsenen, sie versuchen auch öfter, negative Gefühle zu erhalten oder zu verstärken. (…) Insbesondere Menschen über 60 Jahren fühlen sich im Alltag emotional nicht nur häufig wohler als Jüngere…”
    Wenn dies die Meinung der Forscher ist, will ich nichts sagen. Aber in der Wirklichkeit in der ich lebe, lachen Erwachsene und Alte selten (was sogar eine Studie belegen würde, wenn ich die Quelle wüsste: Erwachsene lachen im Schnitt zweimal täglich und Jugendliche wie auch Kinder über 30 mal). Ich glaube auch nicht, dass sich jene Erwachsene wirklich glücklicher fühlen, sondern gerade Kinder mit ihrer Differenz zwischen Stimmungstief und Hoch wesentlich glücklicher sind. Zu mindestens kann ich mir den Sinn der Studie nicht erklären, wenn man einfach mal zwischen jung und alt nach Gefühl vergleicht.

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