WWWW vom 14.2.2010: iphone App, Atommülllager, Depressionen

Wie schon im vorherigen Post gesagt, kann mal jetzt Wanhoffs Wunderbare Welt der Wissenschaft als app aufs iPhone laden!

Hitzstress schadet Organismen auf dem Meersboden nachhaltig

copyright Lena Eggers, IFM GEOMARDie erste Masterarbeit, die an der mathematisch-naturwissenschaftlichen Fakultät der Christian-Albrechts Universität zu Kiel abgeschlossen wurde, widmet sich einem meereswissenschaftlichen Thema. Lena Eggers (27) untersuchte in ihrer Arbeit mit dem Titel “A simulated heatwave and dispersal enhance dominance and decrease community productivity in experimental metacommunities” die Folgen von Hitzestress auf kleine Meeresorganismen. Die Biologin arbeitet nun als Doktorandin am Leibniz-Institut für Meereswissenschaften (IFM-GEOMAR).

Wieviel CO2 verbrauchen Projekte eigentlich selbst, die Zertifikaten ausstellen, und was wird mit dem Geld, dass man gibt, angestellt?

Diese Frage habe ich atmosfair gestellt, und das ist die Antwort:
Bei der Entwicklung wird relativ wenig geflogen. In der Regel befinden sich Partner vor Ort, mit denen wir uns über Telefon oder Skype abstimmen. Zu Validierung und/oder Inbetriebnahme oder bei schwierigen Verhandlungen bspw. mit staatlichen Akteuren sind wir meist vor Ort. Später sind evtl. auch die Zertfizierer (sofern kein Büro in der Nähe) vor Ort, manchmal auch mit dem Flugzeug. Sie müssen aber noch bedenken: Würden wir bspw. kein Kleinwasserkraftwerk in Honduras bauen, würde in der Umgebung evtl. ein anderes Kraftwerk gebaut werden. Und die Exploration und der Bau dieses Kraftwerks würde mindestens die gleichen Emissionen frei setzen. Zusätzlich schreibt der CDM Mechanismus vor, dass die späteren CO2 Emissionen, sofern sie über 1 Prozent der Emissionsminderung betragen, von den Zertifikaten abgezogen werden müssen.

Nun zu dem schwierigeren Thema: Die Finanzierung vor Ort. Wir müssen unter zwei Projektarten unterscheiden: Projekte, die wir mit entwickeln und die Zertifikate entnehmen und die Projekte, die wir unterstützen und die Zertifikate entnehmen. Bei denen, die wir mitentwickeln fließt auch schon vorher Geld. Es müssen ja noch Gegebenheiten vor Ort erst vorbereitet werden (Ausbildung, Herstellung, Exploration etc.). In diesen Projekten arbeiten wir nur mit Partnern zusammen, die wir gut kennen und überprüft haben. Inzwischen haben wir auch schon Erfahrung mit verschiedenen Partnern. Einige davon haben auch eine Internetseite, bspw. BORDA (http://www.borda-net.org/).
Bei den anderen Projekten kann ja im Vorfeld ein Vertrag geschlossen werden, da die CO2-Zertifikate durch den Zertifizierer (bspw. TÜV Nord) errechnet wurden. Das bedeutet, wir kaufen in dem Sinne eine Ware mit Lieferung über bspw. 10 Jahre und zahlen dafür einen festen Betrag. Hintergrund ist ja, dass wir von unseren Spendern 23 Euro pro Tonne CO2 bekommen.
Klimaschutzprojekte sind also durch den CDM-Mechanismus und den Gold-Standart kein reines Entwicklungsprojekt. Bei CDM-Projekten gibt es immer eine Gegenleistung, wofür auch ein Zertifizierer haftet. Zusätzlich werden CD;-Projekte, da können Sie auch ruhig bei anderen Offsettern gucken, i.d.R. nur in politisch stabilen Ländern durchgeführt.

Training hilft bei Familien, in denen ein Elternteil Depressionen hat

Cognitive behavioral intervention for families may help prevent depression in parents with a history of depression and in their 9- to 15-year-old children, new research has found. The study is the first to test this kind of program for families with a depressed parent.

“Depression is a significant public health problem, affecting over 16 percent of Americans in their lifetimes. One of the most potent risk factors for developing depression is having at least one parent with a history of depression,” Bruce Compas, Rodes Hart Professor of Psychology and Human Development at Vanderbilt University’s Peabody College and lead author of the new research, says.

Neurodermitis in der frühen Kindheit kann die psychische Verfassung im späteren Leben beeinflussen

Das zeigt eine umfassende Geburtenkohortenstudie, an der Wissenschaftler des Helmholtz Zentrums München beteiligt sind. In Kooperation mit Kollegen von der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU), der Technischen Universität München (TUM) und dem Marienhospital in Wesel (Nordrhein-Westfalen) untersuchten sie 5991 Kinder, die zwischen 1995 und 1998 geboren sind. Die Untersuchung ist in der aktuellen Ausgabe des Journals of Allergy and Clinical Immunology 125 (2010); 404-410 veröffentlicht.
Forscher unter Federführung von PD Dr. Jochen Schmitt des Universitätsklinikums Dresden, Dr. Christian Apfelbacher (Universitätsklinikum Heidelberg) und Dr. Joachim Heinrich vom Institut für Epidemiologie des Helmholtz Zentrums München fanden heraus, dass Kinder, die während ihrer ersten beiden Lebensjahre an einer Neurodermitis litten, im Alter von zehn Jahren häufiger psychische Auffälligkeiten, v.a. emotionale Probleme, zeigen als Gleichaltrige.

Forscher untersuchen, ob Tongestein Atommüll schützen kann

In Deutschland und vielen anderen Ländern ist man noch auf der Suche nach unterirdischen Lagern, in denen die hochradioaktiven Abfälle aus Kernkraftwerken für Tausende von Jahren sicher aufbewahrt werden können. Denn so lange wird es dauern, bis die radioaktiven Stoffe nach und nach zerfallen und keine Strahlung mehr in die umliegenden Gesteine abgeben können. Chemiker der Universität des Saarlandes untersuchen im Rahmen eines Forschungsverbundes, wie sich Tongesteine durch radioaktive Stoffe verändern und welche Folgen ein Wassereinbruch in einem atomaren Endlager haben könnte.

3 thoughts on “WWWW vom 14.2.2010: iphone App, Atommülllager, Depressionen”

  1. Also ich muss sagen,der Anfang der Sendung bringt mich immer fast zum Kotzen!
    Diesen Dampfmaschinen mist darf man echt gerne mal ersetzen!

  2. @ Stefan: Finde ich überhaupt nicht. Ich finde diesen konstanten Anfang ganz nett. Ich rede schon immer mit… Außerdem gehört zu einem guten Podcast nun mal ein Intro^^

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