WWWW vom 7.3.2010: Wissenschaftsnachrichten

Heute zuerst mal eine Werbung für einen anderen Podcast, und zwar das Denkschaufenster von Rene Lehnert.

Messtation in Chile nach Erdbenen verschoben

in Aktuelle Messungen des Deutschen Geodätischen Forschungsinstituts bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften nach dem schweren Erdbeben ergeben eine Verschiebung der Messstation im chilenischen Concepción um rund drei Meter – die größte Punktverschiebung seit Beginn des Forschungsprojekts vor 14 Jahren.
Das Deutsche Geodätische Forschungsinstitut (DGFI) bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften führt Forschungsarbeiten zur Beobachtung und Analyse globaler Veränderungen der Erde aus.

3-D-Bilder von Korallenriffen und Tiefseevulkanen

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Die Kapverdischen Inseln, eine kleine Inselgruppe mitten im Atlantik, sind durch vulkanische Aktivität entstanden, die bis heute andauert. Doch wie häufig und mit welcher Intensität dort Vulkane sogar tief unter der Wasseroberfläche ausbrechen, hat die Forscher des Kieler Leibniz-Instituts für Meereswissenschaften (IFM-GEOMAR) überrascht, als sie vom Forschungsschiff METEOR aus diese Prozesse untersuchten. Während der Expedition setzten die Wissenschaftler am Kieler Tiefseeroboter “ROV KIEL 6000” erstmals auch eine Stereo-Kamera ein, die faszinierende 3-D-Bilder aus 3000 Metern Tiefe lieferte.
Mehr zur Mission bei IFM GEOMAR

Nationalpark mit goßer Biodiversität in Gefahr

Der Yasuní-Nationalpark im Osten Ecuadors ist eines der Gebiete mit der größten Artenvielfalt weltweit. Eine Gruppe internationaler Wissenschaftler hat nun erstmals die Daten über die Biodiversität im Yasuní-Nationalpark zusammengetragen und analysiert. Im Boden unter dieser unberührten Wildnis liegen allerdings große Erdölvorkommen. Die Wissenschaftler rufen als Ergebnis ihrer Studie die Politiker dazu auf, diese Erdölfelder nicht zu erschließen, um die einzigartige Artenvielfalt nicht zu gefährden, die viele weltweit bedrohte Arten umfasst.

Kleines Bakterium, große Wirkung

Nematoden, winzige Würmer, dienen dem Keim Photorhabdus luminescens als Transportmittel, um in Insektenlarven zu gelangen. Da er die Larven tötet, werden die Würmer mit den Bakterien als Insektizid eingesetzt. Der genaue Wirkmechanismus von Photorhabdus luminescens war bis her ungeklärt. Gemeinsam mit Kollegen aus Freiburg konnte Prof. em. Dr. Hans Georg Mannherz (Medizinische Fakultät der RUB und Max-Planck-Institut für Molekulare Physiologie, Dortmund) ihn jetzt entschlüsseln: Maßgeblich beteiligt sind bestimmte Untereinheiten des Toxinkomplexes, die essentielle Abwehrreaktionen von Immunzellen hemmen. Der gleiche Mechanismus wirkt auch bei einigen für Menschen.

3 thoughts on “WWWW vom 7.3.2010: Wissenschaftsnachrichten”

  1. Hi,
    bei mir funktionieren die Bilder mit einer Rot -Grün Brille
    Und wie eigentlich immer passt der Rotfilter nicht ganz, das linke Auge sieht leichte Doppelbilder.
    Ansonsten wider mal ein toller Podcast – wie fast immer.
    Und zum Intro: Natürlich nervt auch das beste Intro irgendwann wenn man es jede Woche hört (Ich benutze da gerne dir Vorspultaste meines Players). Aber solange du nichts wirklich sensationell neues hast bleib bitte dabei. Der Wiedererkennungswert ist nicht zu verachten.
    Beste Grüße
    Roger

  2. Schöner Podcast :). Höre ihn schon seid Anbeginn der Zeit.

    Ich weiß nicht mehr in welchem Podcast es war, aber hattest du mal ein Link o.ä. erwähnt, wo gezeigt wird, wie man aus einem Flatscreen ein Touchscreen machen kann?

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