WWWW vom 21.3.2010: The Bobs-Nominierung, Hähnchenfleisch und Schmerzen

Nochmal im Podcast der Hinweis, bitte für mich zu stimmen bei The Bobs (www.thebobs.com), wo ich in der Kategorie Bester Podcast nominiert wurde.

Dann ein paar Gedanken zum Thema Wissenschaft und Erklärbarkeit, zu denen ich hier keinen Text habe, sondern nur das gesprochene Wort im Podcast.

Schmerztherapie mehr individualisieren

Eine moderne Schmerztherapie ist interdisziplinär, setzt verschiedene Strategien gleichzeitig und nicht nacheinander ein und muss individuell auf die Erfordernisse des einzelnen Patienten zugeschnitten werden”, erklärt Dr. Gerhard H. H. Müller-Schwefe, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Schmerztherapie auf dem Deutschen Schmerz- und Palliativtag in Frankfurt. Untersuchungen zeigen, dass maßgeschneiderte Therapien der konventionellen Behandlung “von der Stange” überlegen sind.
Schmerz ist nicht gleich Schmerz, selbst wenn es immer weh tut. Schmerz kann verschiedene Ursachen haben, Entzündungen, Verletzungen oder geschädigte Nervenbahnen. Wie Nervensystem und Gehirn eines Menschen Schmerz verarbeiten, wird von biologisch-genetischen, sozialen und psychischen Faktoren beeinflusst. Und – dies vor allem – ein chronischer Schmerz ist kein Akutschmerz, der nur länger anhält, sondern eine eigenständige Erkrankung. Diese Komplexität müssen Schmerztherapeuten bei der Behandlung berücksichtigen.

Hähnchen immer gut durchbraten

Die Ergebnisse einer bundesweiten, vom BfR koordinierten Studie zeigen, dass bei Hähnchen zum Zeitpunkt der Schlachtung häufig Campylobacter und Salmonellen nachweisbar sind. Die Erreger gelangen mit dem Darminhalt und auf den Federn der Tiere in den Schlachthof und können während der Schlachtung auf die Schlachtkörper verschleppt werden. Von dort gelangen sie in die Lebensmittelkette und zum Verbraucher. Nach dem heute veröffentlichten Bericht des BfR wurden in Deutschland auf 62 Prozent der 432 untersuchten Schlachtkörper Campylobacter und auf 17,6 Prozent Salmonellen nachgewiesen. Bei 48,6 Prozent der Schlachtgruppen konnten Campylobacter im Darminhalt der Tiere nachgewiesen werden.

Feuchte Sommer zu Zeiten der Pest

Der “Schwarze Tod”, eine schwere Pestepidemie, hat im 14. Jahrhundert in Europa ein Drittel der Bevölkerung dahingerafft. Dass es zu einer solchen Katastrophe kommen konnte, lag wahrscheinlich auch an den damaligen klimatischen Bedingungen. “Das späte Mittelalter war in klimatischer Hinsicht einzigartig”, erklärt Dr. Ulf Büntgen von der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) im schweizerischen Birmensdorf. “Vor allem gab es ausgeprägte Phasen, in denen die Sommer feuchter waren als heute.”

Neues vom Roten Fleck des Jupiter

Bahnbrechende neue Wärmebilder, die mit dem Very Large Telescope der ESO und mit anderen bodengebundenen Großteleskopen aufgenommen wurden, zeigen Wirbel warmer Gase und kältere Regionen im Großen Roten Fleck des Planeten Jupiter. Daraus konnten Wissenschaftler die erste Wetterkarte dieses gigantischen Sturms erstellen, aus der die Zusammenhänge von Temperatur, Wind, Druck und chemischer Zusammensetzung mit der Farbe des Flecks deutlich werden.
“Dies ist der erste Blick ins Innere des größten Sturms im Sonnensystem”, sagt Glenn Orton, der Leiter des Forscherteams, das die Beobachtungen durchführte. “Früher dachten wir, der Große Rote Fleck wäre ein Oval ohne großartige innere Struktur. Die neuen Ergebnisse zeigen, dass es sich im Gegenteil um ein höchst komplexes Gebilde handelt.”

Lebensraum der Flachkopfkatze bedroht

Flachkopfkatze
Fast 70 Prozent des Gebietes, das historisch gesehen gute Lebensräume für die Flachkopfkatze (Prionailurus planiceps) bot, ist bereits in Plantagen, z. B. für die Produktion von Palmöl, umgewandelt worden. Schlimmer noch ist der Fakt, dass die verbleibenden Lebensräume der seltenen Raubkatze hochgradig zersplittert sind. Nur 16 Prozent der für die Wildkatze verbleibenden Habitate stehen unter vollständigem Schutz nach den Richtlinien der Internationalen Naturschutzorganisation IUCN. Das liegt daran, dass sich die meisten Nationalparks in Südostasien im Hochland befinden, in Regionen in denen die Flachkopfkatze mit ihrer Spezialisierung auf Flachlandregenwälder und sumpfige Torfwälder nicht überleben kann.
Foto: Die Flachkopfkatze hat Schwimmhäute an ihren Pfoten und ist eine der kleinsten Raubkatzenarten.
Foto: Andreas Wilting

2 thoughts on “WWWW vom 21.3.2010: The Bobs-Nominierung, Hähnchenfleisch und Schmerzen”

  1. Hi, feine podcast-Reihe, heute kennengelernt, heute abonniert und gevotet.

    beste Grüße
    Ingo

  2. tipp zum voten: wer ungern seine echte mail adresse für sowas nutzen möchte kann sich http://de.trashmail.net/ mal anschaun 😉

    momentan platz 4 mit 14% votes, da geht noch mehr 😉

    super podcast, weiter so 🙂

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