WWWW vom 25.4.2010: Schmetterlinge und Zugvögel

Ein Platz für Schmetterlinge im Garten
Schmetterlinge haben jetzt endlich wieder Saison. Pünktlich mit den ersten wärmenden Sonnenstrahlen sind sie unterwegs. Sie heißen Admiral, Tagpfauenauge, Kleiner Fuchs, Zitronen- oder Distelfalter und sind willkommene Gäste in unseren Gärten. “Wenn wir sie mit süßem, energiereichem Nektar versorgen, kommen sie besondern gern”, sagt Birgit Radow, Geschäftsführerin der Deutschen Wildtier Stiftung. “Wer jetzt bei der Gartenarbeit an Schmetterlinge denkt, versorgt gleichzeitig nützliche Insekten, Vögel und andere heimische Wildtiere mit Nahrung und Deckung.”

Zugvögel passen sich schnell an
Ergebnisse genetischer Studien an Zugvögeln erhärten die Theorie, dass bei fortschreitender Klimaerwärmung Zugvögel innerhalb weniger Generationen erst kürzere Strecken zurücklegen und später zu Standvögeln werden können. In einem Selektionsexperiment mit Mönchsgrasmücken konnten Francisco Pulido und Peter Berthold am Max-Planck-Institut für Ornithologie feststellen, dass bereits nach zwei Generationen gerichteter Selektion in einer Population von reinen Zugvögeln erste Nichtzieher zu finden waren.

Gerüche verschieden wahrnehmen
Ob verschiedene Gerüche schnell unterschieden werden können, hängt von bestimmten Synapsen im Gehirn ab, die die Nervenerregung hemmen. Wissenschaftler um Professor Dr. Thomas Kuner am Institut für Anatomie und Zellbiologie der Medizinischen Fakultät Heidelberg und Dr. Andreas Schäfer am Max-Planck-Institut für medizinische Forschung haben gezeigt, dass Mäuse, denen ein bestimmter Rezeptor im Riechhirn fehlt, ähnliche Gerüche schneller auseinander halten können, als Mäuse ohne genetische Manipulation. Dieses Verhalten ließ sich direkt auf Hemmschleifen zwischen benachbarten Nervenzellen zurückführen.

Knochenfresser ist steinalt
Ein internationales Team von Wissenschaftlern um den Paläontologen Dr. Steffen Kiel von der Kieler Universität konnte erstmals fossile Bohrlöcher des Wurms Osedax nachweisen, der sich von Walknochen auf dem Grund der Tiefsee ernährt. Sie schließen daraus, dass der Knochenfresser-Wurm mindestens 30 Millionen Jahre alt ist. Das Ergebnis wird in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Proceedings of the National Academy of Sciences USA (PNAS) veröffentlicht

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