WWWW vom 18.4.2011: Fledermäuse regeln hohen Blutzuckerspiegel mit Aktivität

Zunächst zwei Hinweise in eigener Sache: Zum einen die erwähnten Apps for Development der Weltbank und dann der Hinweis auf mein Buch “Wa(h)re Freunde” und die dazugehörige Facebookseite
Wahre Freunde  Buch

Zwei Mal Grundlagenforschung bei Bakterien

Temperaturschwankungen beeinträchtigen die meisten lebenden Organismen. Säugetiere und Vögel halten ihre Körpertemperatur durch aufwendige Systeme konstant. Wie einfache Coli‐Bakterien, die diese Möglichkeit zum Temperaturausgleich nicht besitzen, dennoch die Schwankungen ausgleichen, konnten Wissenschaftler am Zentrum für Molekulare Biologie der Universität Heidelberg entschlüsseln. Um herauszufinden, wie diese „bakterielle Klimaanlage“ funktioniert, haben sie dazu einen Modellorganismus, das Darmbakterium Escherichia coli, untersucht. Die Ergebnisse der Forschungsarbeiten unter der Leitung von Prof. Dr. Victor Sourjik wurden jetzt in der Fachzeitschrift „Cell“ veröffentlicht. Mehr dazu

Formiat, das Salz der Ameisensäure, ist ein wichtiges Stoffwechselprodukt in Bakterien und – im Unterschied zum menschlichen Stoffwechsel – eine Vorstufe des Gases Kohlenstoffdioxid, das bei der Verbrennung von Zuckern freigesetzt wird. Enterobakterien, zu denen das Darmbakterium Escherichia coli, aber auch Krankheitserreger wie Vibrio cholerae und Salmonella typhimurium gehören, besitzen mit dem Formiatkanal FocA ein spezialisiertes Transportprotein, welches das negativ geladene Ion der Ameisensäure über die Zellmembran der Bakterien
transportiert.
Der Formiatkanal FocA, ein Membranprotein, in hoher Auflösung Institut für org. Chemie und Biochemie
Der Formiatkanal FocA, ein Membranprotein, in hoher Auflösung Institut für org. Chemie und Biochemie

Übergewicht hat EInfluss auf das Gehirn

Übergewicht zählt zu den häufigsten Zivilisationskrankheiten und hat eine Vielzahl von negativen Auswirkungen auf die Gesundheit. Dazu gehören auch Veränderungen des Gehirns. Studien der letzten Jahre ergaben, dass Menschen mit stark erhöhtem Gewicht ein geringeres Gehirnvolumen und eine verringerte Gewebedichte in der grauen Substanz haben. Forscher vom Leipziger Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften haben nun zusammen mit der Abteilung für Endokrinologie des Universitätsklinikums Leipzig, dem Integrierten Forschungs- und Behandlungszentrum Adipositaserkrankungen in Leipzig und dem University College London erstmals geschlechtsspezifische Unterschiede festgestellt.

Fledermäuse können hohen Blutzuckerspiegel regulieren

Nektarfressende Fledermäuse vertragen so viel Zucker wie sonst kein anderes Säugetier. Forscher des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) und weiterer Institute haben herausgefunden, dass die Tiere ihre Blutzuckerwerte über die körperliche Aktivität regulieren können.

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