WWWW vom 18.7.2011: Dinosterben und braune Zwerge

Dinosterben: Einschlagtheorie mit Fossilienfund bestätigt

Die Süßwasserschildkröte der Gattung Boremys sitzt auf einem Schädel des Dinosauriers Triceratops nach dem Meteoriteneinschlag. Illustration: Brian Roach

Ein internationales Team von Wissenschaftlern unter der Leitung von Tyler Lyson von der Yale University und Walter Joyce von der Universität Tübingen hat das weltweit jüngste Fossil eines großen Dinosauriers entdeckt. Der Fund stützt die gängige These, dass die Dinosaurier durch einen Meteoriteneinschlag am Ende der Kreidezeit vor 65 Million Jahres ausgelöscht worden sind. Kritiker dieser These hatten angeführt, dass Dinosaurier in den obersten drei Metern der Ablagerungen der Kreidezeit fehlen und deshalb die Gegenthese aufgestellt, dass diese Tiere bereits vor dem gut dokumentierten Einschlag ausgestorben waren, vielleicht im Zuge von Klimaänderungen durch Vulkanausbrüche. Generell ist es statistisch unwahrscheinlich, Überreste der letzten Dinosaurier zu finden, da Sedimente vom Ende der Kreidezeit weltweit selten sind und meist fossilarme Sumpfablagerung darstellen.

Glukose-Brennstoffzelle für Herzschrittmacher

Implantate, die ihre Energie aus Blutzucker und Sauerstoff gewinnen: Mit dem Ziel, eine unerschöpfliche Elektrizitätsquelle im menschlichen Körper zu erschließen, forscht Dr. Sven Kerzenmacher am Institut für Mikrosystemtechnik (IMTEK) der Universität Freiburg an der Entwicklung biologischer Brennstoffzellen. Das Konzept, das Sven Kerzenmacher als Grundlage seiner Forschung dient, sieht hingegen implantierbare Glukosebrennstoffzellen auf der Basis von Edelmetall-Katalysatoren wie Platin vor. Solche Katalysatoren sind vor allem im Hinblick auf die Langzeitstabilität und Sterilisierbarkeit für Implantatsysteme geeignet. Diese Systeme könnten zukünftig mit Hilfe der Brennstoffzellen durch die ständige elektrochemische Umsetzung von Blutzucker (Glukose) und Sauerstoff aus der Gewebeflüssigkeit mit Strom versorgt werden.

Protein lässt Pilze in die Pflanze

Von der symbiotischen Gemeinschaft profitieren beide: Von ihren Wirtspflanzen holen sich die Arbuskulären Mykorrhiza-Pilze (AM-Pilze) Kohlehydrate aus der Fotosynthese, dafür versorgen sie diese mit Stickstoff oder Phosphat. Nährstoffe, die für die Pflanze schwer zugänglich sind. Pflanzenpathogene, also krank machende Pilze schädigen dagegen ihre Wirtspflanze. Wie es Pflanzen gelingt, zwischen „Freund“ und „Feind“ zu unterscheiden, hat ein Team des Botanischen Instituts am KIT untersucht. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift „Current Biology“ erschienen.

Mehr Myonen als gedacht

Aktuelle Ergebnisse aus dem Forschungszentrum Fermilab bei Chicago verstärken den Hinweis auf eine Lücke des Standardmodells der Teilchenphysik. Eine Analyse der neuesten Daten des Experimentes DZero am Teilchenbeschleuniger Tevatron hat nun bestätigt, dass beim Zerfall des Teilchen B-Meson etwa ein Prozent mehr Myonen als ihre Antiteilchen, Antimyonen, entstehen. Dieser Effekt ist etwa 50-Mal größer als erwartet. Der Karlsruher Theoretische Physiker Ulrich Nierste hat die zu erwartenden Zerfallsraten für das Experiment berechnet. Die aktuelle Publikation des Fermilabs befindet sich zurzeit im wissenschaftlichen Begutachtungsprozess. Im Internet ist sie unter http://arxiv.org/pdf/1106.6308 herunterzuladen.

Zusammenhang zwischen Rauchen in der Schwangerschaft und HDL-Spiegel bei Kindern

Forscher der University of Sydney haben herausgefunden, dass Kinder, deren Mütter während der Schwangerschaft geraucht haben, einen niedrigeren Wert des so genannten HDL-Cholesterins aufweisen. Dieses Cholesterin gilt als gesund, da es im späteren Leben vor Herzerkrankungen schützen soll.
Im Alter von acht Jahren wiesen die Kinder rauchender Mütter einen HDL-Cholesterinspiegel von 1,3 Millimol pro Liter (mmol/l) auf. Im Vergleich dazu konnte man bei Kindern, deren Mütter während der Schwangerschaft nicht geraucht hatten, einen normalen Wert von 1,5 mmol/l feststellen.

ZWei neue braune Zwerge entdeckt

Wissenschaftlern des Leibniz-Instituts für Astrophysik Potsdam (AIP) gelang die Entdeckung von weiteren bisher verborgenen kosmischen Nachbarn: Zwei braune Zwerge im ungefähren Abstand von nur 15 und 18 Lichtjahren von der Sonne. Zum Vergleich: Der sonnennächste Stern, Proxima, liegt im Abstand von etwas mehr als vier Lichtjahren, während die beiden nächsten bekannten braunen Zwerge, epsilon Indi Ba und Bb, die vor wenigen Jahren ebenfalls am AIP aufgespürt wurden, etwas weniger als 12 Lichtjahre entfernt sind.

Sorry für das Brummen.. ich arbeite an einer Lösung, nur heute war keine Zeit dafür…

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