WWWW vom 25.7.2011: Reise ins Innere des Körpers

Kernporenkomplex nachgebaut

Mit Hilfe von DNA-Bausteinen eines hitzeliebenden Pilzes, der zwischen 50 und 60 Grad Celsius optimal wächst, ist es Heidelberger Wissenschaftlern gelungen, zentrale Strukturen in der Hülle von Zellkernen für die Forschung im Reagenzglas nachzubilden. Dabei handelt es sich um den Kernporenkomplex, der den Stoffaustausch zwischen dem Zellkern und seiner Umgebung durch die Kernhülle hindurch ermöglicht.

Informationen im Internet können unter http://www.uni-heidelberg.de/zentral/bzh/hurt abgerufen werden.

Fett in Zucker umwandeln

Forscher der Universität Jena simulieren, wie Azeton in Zucker verwandelt werden kann
Zuviel Süßigkeiten werden im Körper in Fett umgewandelt – das ist allgemein bekannt. Ist aber, z. B. in einer Zeit des Fastens oder längerer sportlicher Betätigung, auch der entgegengesetzte Weg möglich? Kann Fett in Zucker verwandelt werden? Das ist seit etwa 100 Jahren eine viel diskutierte Frage in der Biochemie. Die Antwort hat eine große medizinische, ernährungswissenschaftliche und sportphysiologische Bedeutung, da das Gehirn und die roten Blutzellen Traubenzucker als Nahrung benötigen. Wissenschaftler der Friedrich-Schiller-Universität Jena sind bei der Beantwortung dieser Frage nun einen großen Schritt vorangekommen. Sie haben in einer Computersimulation nachgewiesen, dass aus Fett unter bestimmten Umständen auch Zucker werden kann

Trauma Weltkrieg

Noch heute leiden Menschen, die den Zweiten Weltkrieg miterlebt haben, an den späten Folgen von Bombenangriffen, Vergewaltigung, Vertreibung, Verlust von Angehörigen, Inhaftierung oder anderen Kriegshandlungen. Bei bis zu zwölf Prozent der über 60-Jährigen Deutschen fanden Wissenschaftler der Universitätsmedizin Leipzig Anzeichen einer „Posttraumatischen Belastungsstörung“. Besonders alarmierend: Derart traumatisierte Menschen haben den Untersuchungen zufolge ein mehrfach erhöhtes Risiko, an Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Rheuma und anderen körperlichen Leiden zu erkranken.

Eucono Neuronen spielen Rolle bei Selbstmord

Gibt es einen Zusammenhang zwischen einem bestimmten Nervenzelltyp (dem „von Economo Neuron“) im limbischen System des Gehirns und sehr starken Emotionen, die letztlich sogar zu Selbstmord führen können? Dieser spannenden Frage widmet sich ein Forscherteam der Ruhr-Universität Bochum. Zu ihm gehören Wissenschaftler des LWL-Universitätsklinikums Bochum und des Instituts für Neuroanatomie (Medizinische Fakultät der RUB).

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