WWWW vom 12.12.2011: Wie ein Fisch im Schwarm

Wie Fische im Schwarm den Abstand messen

Motobikes in Saigon
Motobikes in Vietnam haben etwas von Fischschwärmen

Mit hochauflösenden Zeitlupenkameras fanden Wissenschaftler heraus, wie Fische in Schwärmen ihre Bewegungen koordinieren. Die Tiere schätzen dabei den Abstand zu Nachbarfischen ein und nähern oder entfernen sich reflexartig. Moskitofischen genügt es sogar, einen einzelnen Artgenossen im Blick zu behalten.

Ratten handeln aus Mitleid

Ratten befreien gefangene Artgenossen und lassen dafür sogar Leckerbissen links liegen
„Uns blieb vor Staunen der Mund offen stehen.“ – Dass eine Wissenschaftlerin eine Beobachtung derart charakterisiert, kommt äußerst selten vor: Peggy Mason von der Universität Chicago und ihre Kollegen wurden wiederholt Zeugen, wie Ratten aus Mitleid Artgenossen halfen, auch wenn sie dafür auf einen Leckerbissen verzichten mussten. (http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/314688.html)

Gewalt am Kind hinterlässt Spuren im Gehirn

Menschen, die als Kind misshandelt wurden, leiden meist ihr Leben lang unter den seelischen Folgen. So haben Erwachsene, die als Kind Gewalt, Missbrauch oder Vernachlässigung ausgesetzt waren, ein erheblich höheres Risiko, an psychischen Erkrankungen wie Depression oder Angststörungen zu erkranken. Wissenschaftler vom interdisziplinären Otto-Creutzfeldt-Zentrum für kognitive – und Verhaltensneurowissenschaften der Universität Münster haben nun erstmals gezielt die Langzeitfolgen von Misshandlungserlebnissen mittels Magnetresonanz-Tomografie (MRT) untersucht. Die Daten zeigen, dass die Folgen von Gewalterfahrungen im Kindesalter noch Jahrzehnte später in den Gehirnen der Betroffenen nachweisbar sind.

Orang-Utans paaren sich früher, wenn sie ausgewildert wurden

Wiederangesiedelte Orang-Utan-Weibchen bekommen früher Nachwuchs als wilde Artgenossen. Auch sind die Reproduktionsintervalle kürzer als in Wildpopulationen. Beides könnte auf die höhere Energiezufuhr aufgrund von Zufütterung der Tiere zurückzuführen sein. Allerdings ist auch die Nachwuchssterblichkeit deutlich höher. Online verfügbar unter http://www.springerlink.com/content/el51764477433573/

Wie man sich bettet, so schläft man – auch vor 77.000 Jahren

Ein internationales Archäologenteam unter Beteiligung von Christopher Miller, Juniorprofessor an der Universität Tübingen, konnte den bisher ältesten Nachweis bewusst aufgeschichteter „Pflanzenbettungen“ erbringen: Solche aus wenigen Zentimetern dicken, kompakten Lagen von Stängeln und Blättern von Riedgräsern und Binsen bestehenden Schichten sind über 77.000 Jahre alt und wurden unter einem Felsschutzdach in Südafrika gefunden. Die zum Teil insektenabweisenden Pflanzen sind 55.000 Jahre älter als bisher bekannte Nachweise von anthropogenen Pflanzenbettungen und gestatten damit wichtige Einblicke in Verhaltenspraktiken des frühen modernen Menschen in Südafrika.

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