WWWW vom 16.1.2012: Sieben Jahre Wanhoffs Wunderbare Welt der Wissenschaft

Wanderalbatrosse wandern – schneller

Wanderalbatrosse haben sich bestens an die rauen Windbedingungen in den antarktischen Gewässern angepasst. Foto: Paul Tixier/CNRS

Wanderalbatrosse haben ihre Nahrungssuche in den letzten Jahrzehnten den veränderten Windverhältnissen auf der Südhalbkugel angepasst. Die Luftströmungen dort haben an Intensität zugenommen und sich nach Süden verlagert. Dadurch ist das Futter für die Albatrosse schneller von den Brutkolonien aus erreichbar. Die Vögel verbringen somit jetzt weniger Zeit mit der Nahrungssuche. Zudem habe sich der Bruterfolg verbessert und die Tiere hätten in den letzten Jahrzehnten um durchschnittlich ein Kilogramm an Gewicht zugelegt, schreibt ein internationales Forscherteam in der aktuellen Ausgabe des Fachmagazins SCIENCE.

Superohr lauscht dem Wind eines Goldpartikels

Wie laut krabbelt ein Floh? Welche Schallwellen verursacht ein wanderndes Bakterium? Physikern des Exzellenzclusters „Nanosystems Initiative Munich“ (NIM) ist es erstmals gelungen, Schallwellen im Größenbereich dieses Mikrokosmos zu messen. Als Nano-Ohr fungiert ein einzelnes Goldnanopartikel, das in einem Laserstrahl in der Schwebe gehalten wird. Das Partikel schwingt durch die minimale akustische Anregung um wenige Nanometer parallel zur Schallrichtung. Diese Auslenkung können die Wissenschaftler um Dr. Andrey Lutich vom Lehrstuhl von Professor Jochen Feldmann an der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München mit einer herkömmlichen Videokamera und einem Dunkelfeldmikroskop optisch nachweisen. Das Nano-Ohr ist in der Lage, Lautstärken von etwa -60 Dezibel (dB) zu detektieren. Es ist damit eine Millionen Mal empfindlicher als das menschliche Ohr, das bei 0 dB seine untere Hörgrenze hat.

Frühe Algen waren anders

Algen gibt es seit mehr als 1,5 Milliarden Jahren auf der Erde, doch über ihre Verbreitung in den erdgeschichtlich frühen Ozeanen ist bislang nur wenig bekannt. Wissenschaftler der Universität Göttingen und der amerikanischen University of Tennessee in Knoxville haben nun herausgefunden, dass die Organismen in ihrer heutigen Form entgegen bisheriger Annahmen zu Beginn ihrer Existenz wohl nur wenig verbreitet waren. Die Ergebnisse der Studie sind jetzt in der Online-Ausgabe der Fachzeitschrift Precambrian Research erschienen.
Fotos zum Thema haben wir im Internet unter http://www.uni-goettingen.de/de/3240.html?cid=4095

Mutterkuchen-Antikörper können Ursache für Fehlgeburten sein

Etwa 5% der Frauen mit unerfülltem Kinderwunsch werden zwar leicht schwanger, verlieren aber ihre Schwangerschaften innerhalb der ersten 3-4 Monate im Rahmen von Fehlgeburten. Man spricht hier von rezidivierenden oder habituellen Spontanaborten. Auch nach umfangreicher Diagnostik findet sich bei vielen dieser Patientinnen keine Ursache für dieses körperliche und auch seelisch meist äußerst belastende Problem. Der Gruppe um Professor Christian Thaler vom Hormon- und Kinderwunschzentrum am Klinikum der Universität München, Campus Großhadern, ist es jetzt offenbar gelungen, eine Ursache für gehäufte Fehlgeburten zu identifizieren.

One thought on “WWWW vom 16.1.2012: Sieben Jahre Wanhoffs Wunderbare Welt der Wissenschaft”

  1. 7 Jahre jede Woche, unglaublich! So wird man zur Institution. Herzlichen Glückwunsch und danke für diesen vielfältigsten aller Wissenschafts-Podcasts. und unbedingt irgendwann den 70. Geburtstag feiern.

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