WWWW vom 30.1.2011: Es ist zum Mäusezwitschern….

Alter Meister der Einbalsamierung

Die anatomischen Präparate von Giovan Battista Rini aus dem 19. Jahrhundert Foto: EURAC
Die anatomischen Präparate von Giovan Battista Rini aus dem 19. Jahrhundert Foto: EURAC

Die anatomischen Mumien des in Vergessenheit geratenen Einbalsamierers Giovan Battista Rini aus Salò an der westlichen Uferseite des Gardasees sind Zeitzeugen des Risorgimento, der italienischen Einheitsbewegung. Im Rahmen einer italienisch-deutschen Studie haben Forscher unter der Koordination des Anthropologen Dario Piombino-Mascali der Europäischen Akademie Bozen (EURAC) die anatomischen Präparate untersucht und die bis dahin geheime Einbalsamierungsrezeptur entschlüsselt.

Zwei verschiedene Nervenzellen lassen uns besser sehen

Sehen beginnt, wenn Licht auf die Netzhaut des Auges trifft. Sofort werden Nervenzellen in der Netzhaut aktiv. Spezialisierte Zellen in der Netzhaut, die Photorezeptoren, nehmen dabei das Licht auf, wandeln es in elektrische Signale um und senden diese Information über ihre Synapsen an andere Nervenzellen in der Netzhaut weiter. Bisher wusste man: Jede Zelle ist dabei für einen kleinen Ausschnitt des visuellen Gesichtsfeldes zuständig. Wie aber unterscheiden die Zellen, ob das Licht innerhalb dieses Ausschnitts von einem kleinen, hellen Objekt ausgeht, oder aber von einem großen, signalschwachen Objekt ausgesendet wird?
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Vorurteile bei Kindern ganz normal

Mädchen können nicht so gut Fußball spielen wie Jungen und haben keine Ahnung von Autos. Dafür können sie besser tanzen und stellen nicht so viel an wie Jungen. Schon im Kleinkindalter werden Vorurteile wie diese gepflegt. Und zwar von jedem. „Etwa im Alter von drei bis vier Jahren beginnen Kinder zunächst das eigene Geschlecht, später auch die eigene ethnische Gruppe oder Nationalität zu bevorzugen“, weiß Prof. Dr. Andreas Beelmann von der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Das gehöre zu einer ganz normalen Persönlichkeitsentwicklung, erläutert der Direktor des Instituts für Psychologie. „Problematisch wird es erst dann, wenn die positivere Bewertung der eigenen sozialen Gruppe, die im Laufe der Identitätsbildung ganz automatisch einsetzt, irgendwann in Vorurteile, Benachteiligung und Diskriminierung anderer umschlägt“, so Prof. Beelmann weiter.

Baumzählung kippt Neutrale Theorie

Noch immer ist unter Ökologen umstritten, welche Faktoren für die Zusammensetzung der Arten in einem Lebensraum ausschlaggebend sind. Die Konkurrenz zwischen den Spezies gilt vielen als Schlüsselelement. Eine Gruppe einflussreicher Ökologen postuliert aber in der sogenannten „neutralen Theorie“, dass vor allem in den Lebensgemeinschaften artenreicher tropischer Wälder zufallsabhängige Faktoren dominant sind. Professor Susanne Renner, Biologin an der LMU und Direktorin des Botanischen Gartens in München, und Professor Robert E. Ricklefs von der University of Missouri haben nun eine Art Baumzählung durchgeführt – in Regenwäldern rund um den Globus und mit Hilfe von Fossilfunden auch weit in die Vergangenheit zurück. Dabei zeigte sich, dass diese Lebensräume extrem ähnliche und damit keinesfalls vom Zufall abhängige Lebensgemeinschaften beherbergen.

Mäusemännchen singen schöne Lieder

Die Liebeslieder von Hausmäusen sind so komplex und individuell wie Vogelgezwitscher
Mäusemännchen sind geübte Sänger, die im Ultraschallbereich vor sich hin trällern – mit dieser Entdeckung verblüfften Biologen erst vor wenigen Jahren die Welt. Jetzt zeigt sich: Dieser Gesang ist nicht nur ein profanes Quieken, sondern hat eine komplexe und liedhafte Struktur. Die Weibchen können anhand der „Melodie“ erkennen, ob es sich bei dem Sänger um einen Verwandten oder einen potenziellen Partner handelt.

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